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der irrweg nicht das grosse ganze sehen

Herzlich willkommen,

Bei uns geht es um die Frage: Wie wir unser Leben optimal nutzen und wie wir uns die optimale Lebensumgebung dafür schaffen können.

Die folgenden Inhalte sind Teil meines eBooks “Denken in komplexen Situationen”

In dieser Kostprobe geht es um den Irrweg: Sich auf wenige Details beschränken, anstatt das große Ganze anzusehen.

 

Den Mechanismus hinter dieser Denkweise beschreibt Dietrich Dörner wie folgt:

“Komplexität erzeugt Unsicherheit. Unsicherheit erzeugt Angst. Vor dieser Angst wollen wir uns schützen. Darum blendet unser Gehirn all das Komplizierte, Undurchschaubare, Unberechenbare aus. Übrig bleibt ein Ausschnitt – das, was wir schon kennen. Weil dieser Ausschnitt aber mit dem Ganzen, das wir nicht sehen wollen, verknüpft ist, unterlaufen uns viele Fehler – der Misserfolg wird logisch programmiert.”

hinweis
Dietrich Dörner ist übrigens Professor für Psychologie, der sich schon viele Jahrzehnte mit Denk- und Problemlöseprozessen beschäftigt.

beispiel
Ein praktisches Beispiel hierfür ist das schnelle Verurteilen von jenen Menschen, die anders denken und sich nicht
im Sinne des herrschenden Systems verhalten.

Wenn man sich ansieht, wie Menschen tagtäglich ihre Mitmenschen leichtfertig aburteilen und herabsetzen, dann wundert man sich nicht mehr, warum so viele Menschen so frustriert sind und sich mehr und mehr verschließen.

Häufig kennen diese Leute den Menschen, über den sie urteilen nur vom Hörensagen (sie kennen nicht mal seinen genauen Namen) und bauen ihre harten Urteile dann auf Scheinwissen auf, daß sie aus ihren wenigen Details:

  • den Bildern und den damit verknüpften Vermutungen,
  • das was sie aus der Gerüchteküche erfahren konnten,

und das was sie aus den in vielen Jahren anerzogenen und systemkonformen Denkmustern (Vorurteile, das hat man doch noch nie so gemacht, das kann der doch eh nicht, Gesetze, Verordnungen,…) und schlichten Vorurteilen zusammenspinnen. 

 

Für nicht wenige Menschen sind solche Verurteilungsprozesse eine herbeigesehnte Gelegenheit, die sie aus ihrem langweiligen Leben befreit und bei der sie sich endlich wieder einmal durch eifriges Mitreden und schüren der Gerüchteküche in den Mittelpunkt stellen können.

Wichtig!
Würden sie ernsthafte und tiefgründige Gespräche mit dem betreffenden Menschen führen, würden sich viele Missverständnisse in Luft auflösen genau daß aber wollen sie durch eine entsprechende Distanzierung unter allen Umständen vermeiden. 

Warum schauen viele Menschen lieber auf die negativen Details eines Andersdenkenden, anstatt sich das große Ganze hinter dem betreffenden Menschen anzuschauen ? 

Sicherlich liegt es ganz einfach auch an der Gedankenlosigkeit und Ignoranz, mit der sich viele durch das Leben bewegen. Ein weiterer schlichter Grund für diese Denkweise ist wohl auch der Zeit- und Arbeitsaufwand der damit verbunden ist, sich nicht nur mit einigen ausgewählten Details zu beschäftigen, sondern das große Ganze anzusehen – viele sind einfach zu bequem dazu.

Neben den eben genannten, naheliegenden Gründen gibt es aber auch einen tiefsinnigen Grund. So ist es doch grundsätzlich viel einfacher, das Gute an anderen Menschen zu ignorieren, ihre Ansichten lächerlich zu machen oder sie zu bekämpfen und sie auf diesem Wege auf eine niedrigere geistige Ebene herabzuziehen, als sich selbst auf den Weg zu machen und sich entsprechend weiterzuentwickeln, um so die Gedanken des anderen zu verstehen.

Könnte nicht das auch ein wesentlicher Grund dafür sein, daß der einseitig gebildete Mensch, der das flexible Denken nie gelernt hat, nur die negativen Details seines Mitmenschen sehen will und eben nicht das große Ganze, das auch sehr viel Gutes enthalten würde.

Warum ist das so ?

In der Regel haben die betreffenden Menschen Ängste und Zweifel vor allem was irgendwie nicht in ihr bestehendes Gedankengebäude passt.

Wie eingangs in dem Zitat von Dietrich Dörner schon gesagt läuft folgender Mechanismus ab:

Die andersartigen Gedanken bzw. das ungewohnte Verhalten erzeugen in dem betreffenden Menschen Unsicherheit. Unsicherheit erzeugt Angst. Vor dieser Angst will sich der betreffende Mensch schützen. Darum blendet sein Gehirn all das Komplizierte, Undurchschaubare, Unberechenbare aus. Übrig bleibt ein Ausschnitt – das, was er schon kennt. Weil dieser Ausschnitt aber mit dem Ganzen, das er nicht sehen will, verknüpft ist, unterlaufen ihm viele Fehler – der Misserfolg, in dem Fall der Streit bzw. die gegenseitige Ablehnung wird logisch programmiert.

Unsicherheiten bzw. Ängste und Zweifel kann man nur durch entsprechende Fragen und der intensiven Beschäftigung mit den Antworten beseitigen, das ist natürlich anstrengend. Es ist schwer, wenn man plötzlich mit völlig neuen Sichtweisen konfrontiert wird – diese könnten manche Ängste und Zweifel, die man einfach ausgeblendet hat, wieder ins Bewusstsein rufen. Nicht zuletzt bestätigt der Fragende mit seinen Fragen, daß er bestimmte Dinge nicht weiß, auch das ist in der Regel unbequem.

Viel einfacher ist es da schon, die eigenen Ängste und Zweifel einfach auszublenden oder mit Hilfe entsprechender Informationsquellen (Bildzeitung, Tagesschau,…) eine Bestätigung zu finden, daß man sich nicht wirklich von diesen Ängsten und Zweifeln befreien kann und wie die Mitmenschen auch lernen muß, mit ihnen zu leben.

Wie wäre es beispielsweise, wenn wir uns anstatt mit den schlechten, auch mit den vielen guten Taten unserer Mitmenschen auseinandersetzen und uns vor allem daran ein Beispiel nehmen, selbst etwas Gutes zu tun.

Informationen über einige dieser guten Taten finden Sie beispielsweise in den folgenden beiden Büchern:

  • “Die Welt verändern” (Klett-Cotta-Verlag, deutsche Ausgabe 2004, 401 Seiten, ISBN 3-608-94411-7), in dem der Journalist “David Bornstein” von Menschen berichtet, die mit ihren Ideen, ihrem Mut und ihrer Tatkraft andere davon überzeugen können, es ihnen gleich zu tun und so gemeinsam aktiv an der Verbesserung unserer Welt zu arbeiten
  • “Ein Grund für die Zukunft: das Grundeinkommen” (Verlag Freies Geistleben, 1. Auflage 2006, 128 Seiten, ISBN 3-7725-1789-7), in dem die Interviews und Reaktionen auf das von dem bereits erwähnten Gründer der Drogeriemarktkette dm “Götz W. Werner” thematisierte Grundeinkommen gesammelt sind


Am wirksamsten jedoch wäre eine Grundbildung, die den Menschen lehrt, ihre Mitmenschen zu achten, anstatt sie zu verurteilen und sie als Partner zu sehen, anstatt als ihre Konkurrenten.

Damit sind wir am Ende dieser Leseprobe angelangt. Falls du die Inhalte interessant fandest, schau dir doch das ganze Buch an.

Es ist als eBook und Taschenbuch im Amazon-Kindle-Shop erhältlich.
Die andere Möglichkeit ist, daß du das Hörbuch oder die PDF-Ausgabe des Buches direkt bei mir bestellst.
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Das Buch ganz lesen.

Martin Glogger

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