Die von Lebensunternehmern selbst organisierte Gesellschaft
Gute Gewohnheiten aneignen, Schlechte abgewöhnen
Vielleicht bist du gerade dabei dir eine gute Gewohnheit anzueignen oder eine Schlechte abzugewöhnen. Weniger fernsehen, mehr bewegen. Weniger Chips und Schokolade essen, dafür mehr Früchte und Gemüse oder was auch immer.
Dann kann dir dieser Artikel vielleicht eine wertvolle Hilfe sein.
In diesem Praxisbeispiel beschreibe ich, wie ich mir gute Werte und Gewohnheiten aneigne.
Es ist nicht leicht, aber mit einem echten Wollen, einer guten Strategie und etwas Disziplin habe ich es geschafft und ich denke das kannst du auch.
Es lohnt sich auf jeden Fall, denn sowie gute Werte und Gewohnheiten zu unserer Zufriedenheit und einem gutem Lebensgefühl beitragen, so sorgen Schlechte mehr oder weniger schnell für Ärger, Schmerz und Leid.
© Mit Genehmigung von Werner Tiki Küstenmacher
Für viele Menschen gibt es offensichtlich nichts was schwerer ist
… als die eigenen Werte und Gewohnheiten zu ändern.
Viele denken, um dass zu schaffen, muss jemand sehr diszipliniert und willensstark sein.
Diese Disziplin und Willensstärke verbinden die meisten mit inneren Kämpfen, schweren Niederlagen und mit persönlichen Einschränkungen. Das schreckt sie ab, sich selbst solche Ziele zu setzen und sich auf den Weg zu machen, um diese Ziele zu erreichen. Viele haben auch Angst, daß sie die von ihnen so gefürchteten inneren Kämpfe nicht gewinnen, ja daß sie auf dem Weg zu ihrem Ziel scheitern.
Nicht zuletzt bleibt noch die Unsicherheit, ob ihr Leben dann, wenn sie das Ziel erreicht haben, tatsächlich besser wird.
Die genannten Schwierigkeiten, auf dem Weg zu guten Werten und Gewohnheiten, sind letztendlich auch die Hauptgründe, warum so viele Menschen sich keine Ziele setzen und sich deshalb mehr oder weniger planlos durchs Leben wursteln.
Die eben genannten Schwierigkeiten hatte ich natürlich auch.
Auch ich hatte Zweifel und Ängste. Auch ich musste mich aus der Komfortzone bewegen und an mir arbeiten, weil ich mit meiner Lebensvision weiterkommen wollte.
Wie schaffte ich es nun die genannten Schwierigkeiten zu meistern?
Wie konnte ich diese Hürden auf dem Weg zu guten Werten und Gewohnheiten überwinden?
Ich machte mir klar, welcher Weg grundsätzlich zum Erfolg führt
Egal um welches neue Ziel es sich handelt, der grobe Weg dorthin ist immer der Gleiche. Dies gilt im Grunde für uns alle.
Alles beginnt mit der Grundidee. Diese erzeugt vielfältige Gedanken und Zusammenhänge.
Unsere Wahrnehmung verändert sich, weil wir die Gedanken jetzt auf ein Ziel ausrichten und so immer mehr relevante Informationen sammeln.
Über diese Gedanken sprechen wir mit anderen und wir beginnen langsam zu tun, worüber wir sprechen. Wir probieren das ein oder andere im Alltag aus und machen so unsere Erfahrungen. Wir denken über diese Erfahrungen nach und gewinnen Erkenntnisse. Wir beginnen nach und nach zu verstehen.
Was wir häufig tun, wird uns zur Gewohnheit. Unsere Gewohnheiten formen schließlich unseren Charakter. Einen guten Charakter hat demnach jemand, mit vielen guten Gewohnheiten.
Der entscheidende Punkt ist es, erst einmal anzufangen und vom ersten Mal tun, zu den entsprechenden Gewohnheiten zu kommen. Denn diese Gewohnheiten, sind es, die unser Leben bestimmen.
Aller Anfang ist schwer. Konkret bedeutet das, daß die ersten 30 Tage (+/- 10 Tage) besonders viel Energie notwendig ist, damit eine als wertvoll erkannte Handlung zur Gewohnheit wird.
Unser Verstand arbeitet am Anfang gegen unsere Ziele
Wir brauchen deswegen soviel Energie, weil unser Verstand uns die ersten 30 Tage klarmachen will, warum es nicht gut ist, daß wir die Gewohnheiten ändern.
30 Minuten Rückengymnastik als neue Gewohnheit
Das kann beispielsweise so ablaufen:
Ich habe es mir z. B. zur Gewohnheit gemacht, jeden Morgen eine 30 Minuten Rückengymnastik zu machen.
Mein Verstand sagte mir am Anfang: Komm lass es, daß ist doch die Mühe nicht wert. Vielleicht schadet es dir sogar. Such doch mal nach Argumenten, die das fundiert bestätigen. Außerdem kostet es dich Zeit, die du mit schöneren Dingen verbringen kannst.
Warum arbeitet der Verstand gegen Ziele, die langfristig unserem Wohl dienen würden?
Jede neue Gewohnheit, wirkt sich auch auf die bereits vorhandenen Gewohnheiten bzw. Denkmuster (Glaubenssätze) aus. Diese müssen kritisch hinterfragt werden und unter Umständen sogar verändert werden. All das erzeugt zunächst Unsicherheit und bedeutet zusätzlichen Aufwand.
Fleisch aus artgerechter Tierhaltung essen
Angenommen wir entschließen uns Fleisch aus artgerechter Tierhaltung zu essen. Da müssen wir unsere Einkaufsgewohnheiten ändern und möglicherweise größere Umwege in Kauf nehmen. Wir müssen uns mit Frau und Kinder auseinandersetzen.
Vor diesem Gang aus der Komfortzone will uns der auf die Analyse von nüchternen Fakten ausgelegte Verstand bewahren.
Natürlich auch dann, wenn es langfristig sehr gut für uns und auch für andere wäre.
Tatsache ist, daß das kurzfristig erst einmal zu inneren Kämpfen führt und wir nicht sicher wissen können, ob hinterher alles besser ist.
Eine wirksame Strategie um Ziele zu erreichen bzw. um unsere Werte und Gewohnheiten zu ändern
Wir gewinnen am Ende, wenn wir wissen, warum es sich lohnt und wenn wir uns das bessere Leben mit dem neuen Wert, der neuen Gewohnheit bereits gut vorstellen können.
Wir brauchen also gute Argumente und klare Zielbilder!
Diese Argumente, mache ich mir immer wieder bewusst. Genauso stelle ich mir die Zielbilder so oft wie möglich vor. Möglichst lebendig, mit tollen Bild-Geschichten verbunden. Das hilft mir sehr bei meiner persönlichen Entwicklung.
Damit ich das auch regelmäßig mache, baue ich es als Routinen in den Alltag ein.
Ich lege mich nach dem Mittag- und Abendessen kurz nieder und träume gezielt vor mich hin. Mache mir dabei meine Ziele klar und erstelle mir meine ganz eigenen Bild-Geschichten von den Erfahrungen.
30 Minuten Rückengymnastik täglich als neue Gewohnheit
Gute Argumente, die dafür sprechen:
Ich:
- habe keine Rückenschmerzen mehr
- fühle mich gesund
- habe mehr Spass am Leben
- verschwende keine Zeit mehr für
Physio-Therapien - entlaste das Gesundheitssystem
und verringere so meine Kassenbeiträge
Zielbild:
Statt:
Während dieser Alltagsroutine höre ich mir übrigens interessante Artikel zu Themen an, die mich momentan interessieren.
So lerne ich ganz automatisch während ich meine Rückengymnastik mache.
Fleisch aus artgerechter Tierhaltung essen
Gute Argumente, die dafür sprechen:
Ich:
- übernehme echte Verantwortung für
die Tiere, anstatt mir das Sonderrecht des Stärkeren zu nehmen - fühle mich gut, weil ich meiner Verantwortung gerecht werde und mich fair gegenüber Schwächeren verhalte, ohne daß mich jemand dazu zwingt
- befreie die betreffenden Tiere von unnötigem Leid und Schmerz
- tue etwas sehr Gutes für mein Gesundheit, denn Tiere, die in Massen gehalten werden, sammeln jede Menge Stresshormone und werden mit Antibiotika vollgepumpt
- schaffe sinnvolle und menschliche Arbeit für verantwortungsbewusste und naturverbundene Landwirte
- tue etwas Gutes für die Umwelt
Zielbild:
statt:
Bildquelle: von Maqi über wikipedia.org – Ruhende Mastschweine
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