Die von Lebensunternehmern selbst organisierte Gesellschaft
Was wäre, wenn Lehrlinge Kunden wären?

Stell dir vor, du bist Lehrling.
Du stehst am Anfang.
Du kannst noch nicht viel.
Du hilfst, du schaust zu, du lernst.
Oft bekommst du Geld für deine Arbeit.
Aber mal ehrlich: Wirklich produktiv bist du am Anfang selten.
Meist erledigst du Hilfsarbeiten.
Schleppen, sortieren, fegen.
Das ist der eine Blick auf die Lehre.
Jetzt dreh die Sache einmal um.
Was, wenn du deinen Lehrmeister bezahlst?
Nicht er gibt dir Geld.
Sondern du gibst ihm Geld.
Das muss gar nicht viel sein. 20 oder 50 € im Monat würden schon reichen.
Plötzlich ändert sich alles.
Denn wer zahlt, der darf auch etwas erwarten.
Du kaufst dir nicht einfach Zeit.
Du kaufst dir Wissen.
Du kaufst dir Erfahrung.
Du kaufst dir echte Ausbildung.
Ein guter Lehrmeister fühlt dann den Druck.
Nicht Druck, um mehr für ihn profitable Arbeit von dir zu bekommen.
Sondern Druck, um dir mehr beizubringen.
Er zeigt dir Tricks, die er selbst gelernt hat.
Er öffnet Türen, die sonst verschlossen bleiben.
Er achtet darauf, dass du am Ende wirklich etwas kannst.
Es ist wie beim Fitnessstudio:
Zahlst du für den Trainer, dann erwartest du Ergebnisse.
Und der Trainer weiß: Er muss dich besser machen, sonst kündigst du.
Natürlich gibt es auch Schattenseiten.
Nicht jeder hat Geld, um für eine Lehre zu zahlen.
Das könnte viele ausschließen.
Und manche Chefs würden das System missbrauchen.
Sie würden kassieren, aber nichts zeigen.
Aber die andere Seite ist spannend:
Wenn du zahlst, dann wirst du aktiver.
Du forderst mehr.
Du stellst Fragen.
Du siehst dich nicht mehr als Hilfsarbeiter.
Du bist Kunde.
Und Kunden erwarten Qualität.
Fazit
Die Frage bleibt:
Soll der Lehrling Geld bekommen – oder zahlen?
Vielleicht liegt die Antwort dazwischen.
Vielleicht brauchen wir Modelle, die beide Seiten verbinden.
Ein kleiner Lohn, damit du leben kannst.
Und gleichzeitig eine Investition von dir, damit die Ausbildung besser wird.
Eines aber ist sicher:
Wer zahlt, der schafft an.
Und die Frage ist:
Willst du, dass der Lehrmeister über dich bestimmt?
Oder willst du mitbestimmen, wie und was du lernst?
Was denkst du darüber?
Schreib mir gerne deine Gedanken oder Fragen in den Live-Chat – ich freue mich auf den Austausch mit dir.
🧭 Ich hoffe, ich konnte mit diesem Artikel folgendes bei dir bewirken:
-
- dir bewusst machen, dass Ausbildung kein Automatismus, sondern ein wertvoller Lernprozess ist
- dich einladen, das Machtverhältnis in der Lehre zu hinterfragen:
Wer bestimmt eigentlich, was und wie gelernt wird? - dir zeigen, dass Bezahlung Verantwortung erzeugt –
auf beiden Seiten - dich für die Idee öffnen, dass Lernende aktive Mitgestalter ihrer Ausbildung sein können
- dein Gespür dafür schärfen, dass Qualität in der Lehre nicht vom Zufall, sondern von klaren Erwartungen abhängt
- dich aus dem Entweder-oder-Denken herausführen
hin zu hybriden Modellen, die Fairness und Qualität verbinden - dich mit einer zentralen Frage zurücklassen:
👉 Willst du in der Ausbildung nur funktionieren – oder wirklich lernen?


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