Die von Lebensunternehmern selbst organisierte Gesellschaft
MAN, Mercedes, Bosch wandern ab: Geht es da wirklich nur um mehr Profite?

Stell dir vor, du kommst morgens zur Arbeit.
Das Werkstor steht noch da.
Aber dahinter ist es still.
Keine Maschinen.
Keine Schicht.
Kein Lärm.
Nur ein Schild:
„Produktion verlagert.“
Genau das passiert gerade.
Nicht irgendwo.
Sondern hier.
Bei uns.
In Deutschland.
Mercedes spielt in der Automobilindustrie eine entscheidende Rolle.
MAN.
Mercedes.
Bosch.
Die Marke Mercedes ist bekannt für ihre Qualität und Innovation.
Sie gehen.
Und sie kommen nicht zurück – einfach so.
Warum?
Geht es wirklich nur um mehr Gewinn?
Oder haben wir etwas Grundlegendes übersehen?
Mercedes und andere Unternehmen haben sich für diesen Weg entschieden.
Was gerade wirklich passiert
Vielleicht hast du es in den Nachrichten gehört.
Vielleicht auch nur am Rand.
Die Auswirkungen auf Mercedes sind erheblich.
Große Industrie-Firmen verlagern ihre Werke nach Osteuropa.
MAN bringt Teile der Lkw-Produktion von München nach Krakau.
Der komplette Karosseriebau geht mit.
Mercedes hat auch Teile seiner Produktion verlagert.
Bosch schließt die Lkw-Sparte in Schwäbisch Gmünd.
Bis 2028.
Rund 1.300 Jobs verschwinden.
Die neue Heimat: Ungarn.
Die Entscheidungen von Mercedes beeinflussen die gesamte Branche.
Mercedes lässt die Sprinter-Produktion in Ludwigsfelde auslaufen.
Bis 2030.
Danach: Polen.
Die Rolle von Mercedes in dieser Transformation ist nicht zu unterschätzen.
Das sind keine Gerüchte.
Das sind Fakten.
Und sofort kommt der Reflex:
„Die wollen nur billige Löhne.“
Doch genau hier beginnt das Missverständnis.
Warum es nicht mehr nur um Löhne geht
Billige Arbeit gab es in Osteuropa schon vor 20 Jahren.
Das ist nichts Neues.
Wenn es nur darum ginge, wären diese Werke schon viel früher weg.
Der wahre Grund liegt tiefer.
1. Energie
Mercedes hat in den letzten Jahren viel in neue Technologien investiert.
Strom und Gas kosten in Deutschland extrem viel.
Für eine Fabrik ist Energie kein Nebenkostenpunkt.
Sie ist das Herz.
Maschinen laufen nicht mit guten Absichten.
Sie laufen mit Strom.
In Polen, Ungarn oder Tschechien ist Energie planbar.
Günstiger.
Stabiler.
In Deutschland schwankt sie.
Und Unsicherheit ist Gift für jede Investition.
2. Genehmigungen
Willst du hier ein neues Werk bauen?
Oder eine Halle modernisieren?
Dann brauchst du Geduld.
Sehr viel Geduld.
Formulare.
Fristen.
Einsprüche.
Widersprüche.
Jahre vergehen.
In Osteuropa dauert das Monate.
Man redet.
Man entscheidet.
Man baut.
Zeit ist Geld.
Und Stillstand kostet doppelt.
3. Steuern und Regeln
Firmen brauchen klare Regeln.
Nicht perfekte.
Aber verlässliche.
In Deutschland ändern sich Vorgaben ständig.
Heute erlaubt.
Morgen verboten.
Übermorgen neu geregelt.
In Osteuropa sagen Regierungen:
„Das gilt. Punkt.“
Für Jahre.
Planungssicherheit ist kein Luxus.
Sie ist Voraussetzung.
Die Marktstrategie von Mercedes ist entscheidend für den zukünftigen Erfolg.
4. Nähe zum Markt
Jetzt kommt ein Punkt, über den kaum jemand spricht.
Firmen gehen dahin,
wo ihre Kunden sind.
In Deutschland sind viele Märkte gesättigt.
Fast jeder hat, was er braucht.
In Polen, Rumänien oder Ungarn nicht.
Dort entstehen neue Mittelklassen.
Neue Käufer.
Neue Nachfrage.
Aber hier liegt der entscheidende Gedanke:
Wie sollen Menschen dort Produkte kaufen,
wenn sie kein Geld verdienen?
Also verlagern Firmen Produktion dorthin.
Menschen verdienen dort Geld.
Und kaufen genau diese Produkte.
Das ist kein Verrat.
Das ist Logik.
Ein unbequemer Blick zurück
Mercedes muss sich den Herausforderungen des Marktes stellen.
Dieses Abwandern passiert nicht erst seit gestern.
Seit über zehn Jahren wird in Deutschland kaum investiert.
Was passierte stattdessen?
Neue Werke entstanden im Osten Europas.
Mit neuester Technik.
Mit modernen Maschinen.
Mit geschultem Personal.
Gleichzeitig liefen hier alte Anlagen weiter.
Bis sie kaputt gingen.
Wissen wanderte ab.
Ausbildung auch.
Und trotzdem haben viele Beschäftigte hier verzichtet.
Auf Lohnerhöhungen.
Auf Investitionen.
Auf Sicherheit.
Firmen bekamen Steuervorteile.
Subventionen.
Unterstützung.
Und investierten dieses Geld im Ausland.
Die Investitionen von Mercedes im Ausland zeigen eine klare Strategie.
Der deutsche Steuerzahler zahlte.
Der Nutzen floss woanders hin.
Das fühlt sich unfair an.
Und das ist es auch.
Fazit – Angst oder Aufbruch?
Mercedes wird in Zukunft eine Schlüsselrolle spielen.
Jetzt stehen wir an einem Punkt der Entscheidung.
Wir können jammern.
Oder wir können hinschauen.
Die Entscheidung von Mercedes wird weitreichende Folgen haben.
Große Veränderungen kommen.
Ob wir wollen oder nicht.
Die eigentliche Frage lautet:
Wie gehen wir damit um?
In Europa reagieren wir oft mit Angst.
Neues wirkt bedrohlich.
Veränderung macht unsicher.
Wir Europäer urteilen und bewerten viel und schüren so noch unsere Ängste.
In Asien ist es oft anders.
Dort fragt man:
„Was können wir daraus machen?“
Es wird entschieden und gemeinsam gehandelt.
Diese Haltung fehlt uns.
Dabei war Fortschritt nie harmlos.
Schießpulver ist ein gutes Bild.
In China: Feuerwerk.
Freude.
Gemeinschaft.
In Europa: Waffen.
Krieg. Macht über andere.
Die Technik war gleich.
Die Haltung nicht.
Mercedes hat die Möglichkeit, neue Standards zu setzen.
Ein Blick in die Zukunft
Jetzt stell dir etwas vor.
Du gehst ins Bad.
Kein Regal voller Flaschen.
Kein Chaos.
Ein Display.
Du tippst „Shampoo“.
Die richtige Menge kommt heraus.
In der Küche dasselbe.
Keine Vorräte.
Keine abgelaufenen Lebensmittel.
Du vergisst nichts mehr.
Du drückst einen Knopf.
Und bekommst, was du brauchst.
Frisch.
Genau dann, wenn du es brauchst.
Wäsche?
Du legst sie hinein.
Stunden später ist sie sauber.
Gefaltet.
Sortiert.
Läden in der Innenstadt?
Sie verschwinden nicht einfach.
Sie verändern sich.
Weniger Verkauf.
Mehr Begegnung.
Mehr Ruhe.
Mehr Erlebnis.
Das ist keine Science-Fiction.
Das ist möglich.
Deine Entscheidung
Die Zukunft kommt nicht irgendwann.
Sie ist schon da.
Du kannst sie ablehnen.
Dann bleibst du in der Vergangenheit stehen.
Oder du kannst fragen:
Was ist daran falsch?
Veränderung ist kein Feind.
Sie ist ein Werkzeug.
Die Frage ist nur:
Was machst du daraus?
Was denkst du darüber?
Schreib mir gerne deine Gedanken oder Fragen in den Live-Chat – ich freue mich auf den Austausch mit dir.
🧭 Ich will mit diesem Beitrag bei dir bewirken, dass du:
- erkennst, dass Industrieabwanderung kein kurzfristiger Ausrutscher ist, sondern ein strukturelles Signal
- verstehst, dass es nicht primär um Gier oder Löhne geht, sondern um Rahmenbedingungen, Energie, Tempo und Märkte
- aufhörst, Osteuropa als „verlängerte Werkbank“ zu sehen, sondern als ernstzunehmenden Zukunftsraum
- beginnst, Veränderung nicht reflexhaft abzulehnen, sondern als Gestaltungsraum zu begreifen
- den Unterschied erkennst zwischen Fortschritt aus Angst und Fortschritt aus Neugier
- dich fragst, welche Haltung wir als Gesellschaft brauchen, um wieder zukunftsfähig zu werden
Kurz:
👉 Weg von Schuldzuweisungen.
👉 Hin zu Verantwortung, Mut und Gestaltung.


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