Die von Lebensunternehmern selbst organisierte Gesellschaft
Vom Funktionieren zum Erschaffen: Der Weg der Lebensunternehmer
Kürzlich stand ich neben einem Mann, der ganz angespannt telefonierte.
Es ging offensichtlich um ein Geschäftsgespräch.
Ich hörte Sätze wie:
„Wir dürfen den Auftrag nicht verlieren!“
„Das muss bis heute Abend fertig sein!“
In seiner Stimme konnte man den Druck hören, der auf ihm lastete.
Und ich dachte:
Das ist sie – die Angst, die viele antreibt.
Angst war das unsichtbare Rückgrat der Industriegesellschaft.
Sie hielt das System am Laufen.
Sie war das leise, aber konstante Summen im Hintergrund:
„Mach weiter. Sei fleißig. Pass dich an. Sonst verlierst du alles, was du dir bisher erarbeitet hast.“
Doch es gibt Menschen, die einen anderen Antrieb gewählt haben.
Sie lassen sich nicht mehr von Angst führen, sondern von ihrem Herzen. Von dem was sie begeistert und wo sie sich vom tiefsten Inneren her, hingezogen fühlen.
Das sind die Lebensunternehmer.
🔹 Die Angst – Motor der alten Welt
Für den Bürger der Industriegesellschaft war Angst normal.
Sie war der Preis für Sicherheit.
Er lernte früh:
Wer Angst hat, strengt sich an.
Wer Angst hat, fügt sich.
Wer Angst hat, bleibt im System.
Schon in der Schule begann es.
Viele lernten nicht, weil sie das Thema begeisterte,
sondern aus Angst vor schlechten Noten.
Sie wollten dazu gehören,
nicht auffallen,
nicht versagen.
Später suchen diese Menschen eine „sichere“ Arbeit.
Nicht, weil sie diese liebten,
sondern weil sie sicher gehen wollten, dass sie ihre Rechnungen bezahlen können.
So wurden sie diszipliniert,
pünktlich,
funktional.
Aber oft auch innerlich leer.
Denn Angst hält sie in Bewegung –
aber sie behindert ihre Entfaltung und ihr persönliches Wachstum.
Sie wollen eigentlich, aber sie erlauben es sich nicht. Es könnte ja was passieren. Es könnte ihre Sicherheit gefährden.
Die Angst lässt sie schuften,
doch sie raubt ihnen die Leichtigkeit.
Sie bringt Geld,
aber kein Gefühl von Sinn.
Der Bürger der Industriegesellschaft lebte mit angezogener Handbremse.
Er nannte das „Vernunft“.
Aber oft war es einfach Angst.
🔹 Die Liebe – Kompass des Lebensunternehmers
Der Lebensunternehmer folgt einem anderen Gefühl: Liebe.
Nicht die romantische,
sondern die tiefe Liebe zum Leben,
zum Tun,
zum Wachsen.
Er arbeitet nicht aus Angst, etwas zu verlieren, sondern aus Freude, etwas zu erschaffen.
Er tut Dinge, weil sie ihn faszinieren.
Er folgt seinen Leidenschaften,
nicht den Erwartungen.
Er fragt nicht:
„Was, wenn es nicht klappt?“
Er fragt:
„Was, wenn es wunderschön wird?“
Aus Liebe zu einem Thema vertieft er sich darin.
Aus Liebe zu einer Tätigkeit verliert er das Zeitgefühl.
Aus Liebe zu Menschen teilt er sein Wissen.
Er folgt dem Sog.
Und dieser Sog zieht andere mit.
🔹 Angst bremst – Mut befreit
Angst macht eng.
Mut öffnet.
Angst will Kontrolle.
Mut lässt Raum.
Angst sagt: „Was, wenn du fällst?“
Mut sagt: „Was, wenn du fliegst?“
Wenn du aus Angst lebst, baust du Mauern.
Wenn du dein Leben liebst und mutig deinem Weg folgst, baust du Brücken.
Wir Lebensunternehmer wissen:
Das Leben ist kein Kampf, es ist ein Spiel, dass es uns ermöglicht zu erfahren und zu erkennen.
Mal führst du, mal wirst du geführt.
Mal bist du Lehrer, mal Schüler.
Aber solange du das Leben als Spiel siehst bist du frei, denn du kannst scheitern und immer wieder neu anfangen. Solange bis du es am Ende schaffst!
🔹 Wie du den Wechsel schaffst
Der Weg beginnt von innen.
Schritt 1: Erkennen
Wovor hast du wirklich Angst?
Vor dem Urteil anderer?
Vor dem Scheitern?
Vor dem Verlust von Sicherheit?
Schritt 2: Fühlen
Angst will nicht bekämpft werden, sie will gesehen werden.
Wenn du dich ihr stellst, verliert sie Macht. Du lernst mit ihr umzugehen. Sie zu verstehen und schließlich überwindest du sie.
Schritt 3: Folgen
Frag dich:
Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte?
Was zieht mich magisch an?
Was würde ich auch dann tun,
wenn ich kein Geld dafür bekäme?
Das ist der Weg zu dir selbst. Werde wer du bist!
Der Bürger der Industriegesellschaft fragte:
„Was muss ich tun, um sicher zu sein?“
Die Lebensunternehmer fragen:
„Was darf ich tun, um lebendig zu sein?“
Angst hält dich klein.
Der Mut deinen eigenen Weg zu gehen, lässt dich wachsen.
Angst sagt: „Bleib da, wo du bist.“
Dein Herz flüstert: „Mach das Beste daraus.“
Und irgendwann –
wenn du dich traust, deinem Herzen zu folgen –
merkst du:
Alles, was du gesucht hast,
war nie da draußen.
Es war immer in dir.
Fazit
Der Bürger der Industriegesellschaft lebte mit einer ständigen Angst und hielt das für normal.
Der Lebensunternehmer nimmt mutig sein Schicksal selbst in die Hand und erlebt so was wahre Freiheit bedeutet.
Denn seinem Herzen folgen ist kein Gefühl,
sie ist eine Entscheidung.
Eine Haltung.
Ein Weg.
Was denkst du darüber?
Schreib mir gerne deine Gedanken oder Fragen in den Live-Chat – ich freue mich auf den Austausch mit dir.
Was möchte ich mit diesem Artikel bei dir bewirken:
- Angst als stillen Motor der alten Arbeitswelt für dich sichtbar machen
- zeigen, dass Sicherheit oft ein anderes Wort für Angst ist
- Mut nicht als Heldentat, sondern als innere Entscheidung begreifen
- Liebe zum Tun als legitimen Antrieb rehabilitieren
- dich ermutigen, dein Leben aktiv zu gestalten
- den Übergang von Funktionieren zu Erschaffen einleiten
Kurz:
Nicht beruhigen.
Sondern befreien.



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