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Ich heiße Martin und bin Lebensunternehmer, Coach, Vordenker, Vater, Autor, Elektro-Ingenieur, Netzwerker und Zimmerer.

Hier schreibe ich darüber, wie ich mir eine weitestgehend ideale Welt vorstelle und wie wir sie realisieren können und lade dich herzlich dazu ein, mitzulesen, mitzudenken und aktiv mitzumachen.

Diese ideale Welt ist die Welt der Lebensunternehmer; die mit ihren täglich gelebten Werten und Gewohnheiten, mutig und tatkräftig an einer neuen, für uns alle erstrebenswerten Lebensumgebung arbeiten.
Damit ich berechtigt darauf hoffen kann, daß diese schöne Welt eines Tages tatsächlich Wirklichkeit wird, lebe ich so weit ich es kann, diese Werte und Gewohnheiten der Lebensunternehmer selbst vor.
Nicht nur das, ich arbeite auch aktiv daran, dass diese Welt für alle, die es möchten, erreichbar bzw. erlebbar wird.
Ich wünsche dir viele interessante Leseminuten und hoffe, dass ich dich für die Welt der Lebensunternehmer begeistern kann 🙂

In diesem Sinne:

  • mach dir bewusst, was für dich möglich wäre
  • lerne auf praktischem Wege wie wir leben und übernimm, was für dich passt
  • erfahre wie du deine bzw. die Zukunft unserer Gesellschaft aktiv mitgestalten kannst
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Was wir Eltern von unseren Kindern lernen können

Was wir Eltern von unseren Kindern lernen können

Manchmal sind die größten Lehrer nur einen Meter groß.
Kinder halten uns keinen Vortrag, sie zeigen uns mit ihrem Verhalten, wer wir wirklich sind. Und sie bringen uns an unsere Grenzen, dahin, wo echtes Wachstum beginnt.

Sie lehren uns Dinge, die uns kein Buch und kein Kurs je beibringen kann.

1. Bedingungslose Liebe – was das wirklich bedeutet

Bevor ich Vater wurde, dachte ich, bedingungslose Liebe heißt: immer Verständnis haben und den betreffenden Menschen, trotz allen Differenzen und Ärgernissen, lieb haben.

Bedingungslose Liebe heißt:
du liebst, auch wenn du wütend bist.
Du liebst, auch wenn du enttäuscht bist.
Und du liebst, auch wenn dein Kind dich mit voller Wucht an deine Grenzen bringt.

So richtig bewusst wurde mir das, nachdem ich meinem Sohn zig mal erklärte, was mir sehr wichtig ist und er es trotzdem nicht (dauerhaft) machte.

Er konnte es nicht, weil es nicht seinem Wesen entsprach. Normalerweise, wäre dass ein Grund, auf Distanz zu gehen. Das tat ich aber nicht, was mir zeigte, wie bedingungslose Liebe funktioniert.

Ich erinnere mich an Tage, da habe ich ihm zig mal gesagt: lass das, ich will das nicht.

Und kaum drehte ich mich um,  zack, wieder dasselbe.
Ich spürte, wie ich sauer wurde.
Doch dann dieser Gedanke:
Er macht das nicht, um mich zu ärgern. Er testet wie weit er gehen kann. Wo die Grenzen sind? Er probiert einfach aus, wie die Welt funktioniert.

Da begriff ich: Liebe ist kein Gefühl, das kommt und geht.
Liebe ist eine Entscheidung – immer wieder.

2. Gelassenheit – oder wie du ruhig bleibst, obwohl du innerlich schreien willst

Es gibt Momente, da bist du müde, hungrig, gestresst – und dann passiert es:
Ein Glas kippt um.
Die Milch läuft über den ganzen Tisch.
Und dein Kind schaut dich an – mit diesem Blick, der sagt: 
Ups, war keine Absicht.

Was tust du?
Atmest du tief durch – oder explodierst du?

Ich habe beides erlebt.
Wenn ich wütend werde, sehe ich sofort, was das anrichtet.
Diese großen, erschrockenen Augen.
Dieser Moment, in dem ich mir selbst nicht gefalle.

Aber wenn ich ruhig bleibe, spüre ich etwas anderes.
Ich bin stolz.
Weil ich mich selbst im Griff habe.
Weil ich wachse.

Weil ich erkannt habe, dass es Zeit braucht, bis er viele Dinge versteht.

Dass ich mir das Leben stark vereinfache, wenn ich geduldig bin und ihm so Nerven schonend Zeit lasse sich weiter zu entwickeln.

3. Kommunikation – warum Vorleben nicht reicht

Ich dachte immer: Wenn ich etwas richtig vormache, wird mein Sohn es automatisch verstehen.
Fehlanzeige.

Ich lebte ihm vor, wie man Ordnung hält. Erklärte ihm dass manche Dinge keinen Spaß machen, aber trotzdem gemacht werden müssen, etwa aus Rücksichtnahme.
Und gab ihm zu verstehen, dass es sehr schön wäre, wenn er von selbst erkennen würde, dass seine Hilfe jetzt gebraucht wird.

Er sah es und tat es trotzdem nicht.
Erst, als ich anfing zu 
erklären, verstand er.

Kinder sehen viel, aber sie verstehen es oft erst, wenn wir ihnen helfen, Bedeutung zu erkennen.
Für uns Erwachsene ist vieles selbstverständlich.
Für Kinder ist alles neu.

Ich musste lernen, einfach zu sprechen.
Nicht in langen Sätzen.
Nicht mit komplizierten Worten.
Sondern klar, ehrlich, mit Herz.

Und jedes Mal, wenn er dann nickte und sagte: „Ah, so meinst du das!“, wusste ich, es lohnt sich, geduldig zu bleiben.

4. Die Kunst, los zu lassen

Manchmal will ich, dass mein Sohn etwas so macht, wie ich es tun würde.
Aber er hat meist seinen eigenen Weg. Einen, der seinem ganz eigenen Wesen entspricht!
Nach und nach habe ich erkannt: das es oft gut ist, wenn er auf seine Art macht.

Ich habe gelernt, dass Erziehung nicht heißt, einen Menschen zu formen.
Sondern ihn zu begleiten.
Ihn zu stärken, damit er seinen eigenen Weg findet.

Das fühlt sich an, als würdest du lernen, einen Drachen steigen zu lassen.
Am Anfang hältst du die Schnur fest.
Du gibst Richtung.
Aber irgendwann musst du loslassen – damit er fliegen kann.

5. Spiegel der Seele

Kinder sind wie Spiegel.
Sie zeigen dir, wo du noch ungeduldig bist.
Wo du unausgeglichen bist.
Wo du nicht im Jetzt lebst.

Ich habe in meinem Sohn mein eigenes Temperament gesehen.
Meine Freude.
Die Grenzen meiner Belastbarkeit.
Und manchmal auch meine Angst.

Das war nicht immer angenehm – aber heilsam.
Weil er mich lehrte, mich selbst besser zu verstehen.

Fazit: Kinder sind nicht nur Schüler, sie sind auch unsere Lehrer

Als Eltern, glauben viele, sie müssten ihrem Kind alles beibringen.

So nach dem Motto: Es tut das Richtige, du musst es nur konsequent vorleben.

Doch irgendwann merkst du:
Er ist gekommen, um dich etwas zu lehren.

Geduld.
Liebe.
Gelassenheit.
Echtheit.

Jede Trotzphase, jedes „Nein“, jedes Missverständnis – all das ist kein Chaos.
Es ist Leben.
Echtes, wildes, ungefiltertes Leben.

Und wenn du das erkennst, beginnst du, die kleinen Momente der Freude und des Zusammenseins zu lieben.

In meinem Fall beispielsweise, das tägliche Abholen vom Kindergarten und wie wir dann oft mit dem Fahrrad zum Kinderspielplatz gefahren sind.

Denn du weißt:
Inmitten all dessen wächst nicht nur dein Kind –
sondern auch du.

💬 Was hast du von deinem Kind gelernt?
Schreib’s in die Kommentare – vielleicht erkennt sich ein anderer Vater oder eine Mutter genau darin wieder.

🧭 Ich hoffe, ich konnte mit diesem Artikel folgendes bei dir bewirken:

    • dir bewusst machen, dass Kinder nicht nur erzogen werden wollen,
      sondern uns jeden Tag etwas über uns selbst lehren
    • dich erkennen lassen, dass Erziehung weniger mit Kontrolle
      und mehr mit innerer Haltung zu tun hat
    • dir zeigen, dass bedingungslose Liebe keine romantische Idee ist,
      sondern eine tägliche Entscheidung, gerade dann, wenn es schwer wird
    • dich dafür sensibilisieren, wie stark deine eigene Ungeduld, Müdigkeit
      und innere Unruhe das Verhalten deines Kindes beeinflussen
    • dir Mut machen, innezuhalten, bevor du reagierst –
      und dadurch bewusster statt automatisiert zu handeln
    • dich erkennen lassen, dass Kinder die Welt nicht absichtlich „stören“,
      sondern sie verstehen lernen wollen
    • dir verdeutlichen, dass echte Kommunikation nicht im Vormachen endet,
      sondern im klaren, ehrlichen Erklären
    • dich einladen, loszulassen, wo du festhalten willst –
      und Vertrauen zu entwickeln in den eigenen Weg deines Kindes
    • dir aufzeigen, dass Kinder Spiegel sind,
      die dir liebevoll – und manchmal schmerzhaft –
      deine eigenen Themen zeigen
    • dich ermutigen, Erziehung nicht als Aufgabe der Formung,
      sondern als gegenseitigen Wachstumsprozess zu begreifen
    • dir helfen, den Alltag mit deinem Kind nicht als Abfolge von Problemen,
      sondern als lebendigen Lernraum zu sehen
    • dich daran erinnern, dass inmitten von Trotzphasen, Missverständnissen
      und Chaos etwas sehr Wertvolles geschieht: Beziehung
    • dir Lust machen, die kleinen Momente bewusster wahrzunehmen,
      weil du erkennst, dass nicht nur dein Kind wächst – sondern auch du

Nächster Artikel, am Dienstag: Was ich ändern würde, wenn wir ganz neu anfangen könnten

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