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martin-glogger

Ich heiße Martin und bin Lebensunternehmer, Coach, Vordenker, Vater, Autor, Elektro-Ingenieur, Netzwerker und Zimmerer.

Hier schreibe ich darüber, wie ich mir eine weitestgehend ideale Welt vorstelle und wie wir sie realisieren können und lade dich herzlich dazu ein, mitzulesen, mitzudenken und aktiv mitzumachen.

Diese ideale Welt ist die Welt der Lebensunternehmer; die mit ihren täglich gelebten Werten und Gewohnheiten, mutig und tatkräftig an einer neuen, für uns alle erstrebenswerten Lebensumgebung arbeiten.
Damit ich berechtigt darauf hoffen kann, daß diese schöne Welt eines Tages tatsächlich Wirklichkeit wird, lebe ich so weit ich es kann, diese Werte und Gewohnheiten der Lebensunternehmer selbst vor.
Nicht nur das, ich arbeite auch aktiv daran, dass diese Welt für alle, die es möchten, erreichbar bzw. erlebbar wird.
Ich wünsche dir viele interessante Leseminuten und hoffe, dass ich dich für die Welt der Lebensunternehmer begeistern kann 🙂

In diesem Sinne:

  • mach dir bewusst, was für dich möglich wäre
  • lerne auf praktischem Wege wie wir leben und übernimm, was für dich passt
  • erfahre wie du deine bzw. die Zukunft unserer Gesellschaft aktiv mitgestalten kannst
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Wir produzieren mehr denn je – und trotzdem wird alles teurer

Wir produzieren mehr denn je – und trotzdem wird alles teurer

Irgendetwas passt nicht.

Die Technik wird immer besser.
Maschinen werden schneller.
Software wird leistungsfähiger und günstiger.
Produktion wird effizienter.

Wir produzieren mehr, als wir verbrauchen können. Lebensmittel, Medikamente, Autos, Technik. Und trotzdem gilt Wachstum als Pflicht.

Und trotzdem hast du das Gefühl:
Das Leben wird teurer.
Anstrengender.
Unsicherer.

Miete.
Energie.
Lebensmittel.
Gesundheit.

Alles steigt.

Gleichzeitig hörst du:
„Wir produzieren so viel wie nie zuvor.“

Beides stimmt.
Und genau darin liegt das Problem.

Wenn Geld und Waren nicht mehr zusammenpassen

1. Preise entstehen nicht aus Gier

Ein wichtiger Punkt zuerst:
Preise steigen nicht, weil Menschen gierig sind.

Sie steigen,
wenn Geld und Waren nicht mehr zueinander passen.

Stell dir das einfach vor:

Viel Geld.
Wenig Wohnungen.

Was passiert?
Die Preise steigen.

Viele Waren.
Wenig Kaufkraft.

Was passiert?
Die Preise fallen.

Inflation und Deflation sind keine moralischen Urteile.
Sie sind Signale.

Sie zeigen,
wo etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Inflation entsteht, wenn:

  • viel Geld im Umlauf ist
  • aber nicht genug passende Waren und Leistungen da sind

Dann passiert Folgendes:

Viele Menschen wollen kaufen.
Aber es gibt nicht genug Produkte.
Oder sie kommen zu langsam nach.

👉 Anbieter erhöhen die Preise.
Nicht aus Bosheit.
Sondern weil Nachfrage größer ist als Angebot.

Typische Gründe dafür:

  • Lieferkettenprobleme
  • Energieknappheit
  • politische Krisen
  • schnelle Geldvermehrung (z. B. Schulden, Geld drucken für Hilfspakete)

Deflation entsteht, wenn:

  • sehr viele Waren produziert werden
  • aber Menschen wenig kaufen (oder kaufen können)

Dann passiert das Gegenteil:

Regale sind voll.
Lager auch.
Aber niemand greift zu.

👉 Unternehmen senken Preise,
um ihre Waren loszuwerden.

Typische Gründe dafür:

  • Löhne sinken oder stagnieren
  • Unsicherheit
  • Arbeitslosigkeit
  • technischer Fortschritt, der Waren extrem billig macht

Ein einfaches Bild

Stell dir einen Markt vor:

  • Links: Geldscheine
  • Rechts: Äpfel

Fall A – Inflation

10 Menschen
10 Geldscheine
aber nur 5 Äpfel

👉 Preis steigt.

Fall B – Deflation

10 Menschen
5 Geldscheine
aber 20 Äpfel

👉 Preis fällt.

2. Warum Immobilien fast immer teurer werden

Wohnraum ist besonders.

Man kann ihn nicht einfach hochfahren
wie eine Fabrik.

Land ist begrenzt.
Bauen dauert Jahre.
Regeln bremsen.

Gleichzeitig wächst das Geld.

Kredite.
Schulden.
Kapital auf der Suche nach Sicherheit.

Viel Geld trifft auf langsam wachsenden Wohnraum.

Das Ergebnis ist klar:
Preise für Immobilien steigen.

Nicht, weil Wohnen Luxus ist.
Sondern weil Knappheit real ist.

Das ist das optimale Rezept für eine Inflation.

Fazit Immobilien

Immobilien sind inflationär, weil Geld schneller wächst als Wohnraum.

3. Warum Technik eigentlich billiger machen müsste

Jetzt die andere Seite.

Automatisierung bedeutet:

  • Maschinen ersetzen menschliche Arbeit
  • Software ersetzt Prozesse
  • KI ersetzt Denk- und Verwaltungsarbeit

👉 Produktivität steigt massiv.

All das sorgt dafür,
dass Waren schneller
und günstiger hergestellt werden können.

Ein Handy heute
kann mehr als ein ganzer Computerraum früher.
Und kostet weniger.

Das ist Deflation.

Produktion erzeugt Überfluss.

Eigentlich müsste vieles günstiger werden.

Und genau das passiert auch.
Aber nur in bestimmten Bereichen.

4. Die Spaltung unserer Wirtschaft

Heute erleben wir zwei Welten gleichzeitig.

In der einen Welt:

  • Technik wird günstiger
  • Unterhaltung kostet fast nichts
  • Information ist im Überfluss da

In der anderen Welt:

  • Wohnen wird teurer
  • Energie wird teurer
  • Pflege wird teurer
  • Gesundheit wird teurer

Warum?

Weil diese Dinge
nicht beliebig automatisierbar sind.

Man kann eine Software kopieren und im Grunde alle digitalisierten Produkte.
Aber keine Wohnung.
Keine Pflege.
Keine Nähe.

5. Das eigentliche Problem ist nicht Produktion

Wir produzieren genug.
Mehr als genug.

Wir leben nicht im Mangel.
Wir leben im Überfluss.

Wir produzieren mehr Lebensmittel, mehr Medikamente, mehr Autos, mehr Technik,
als wir sinnvoll nutzen können.
Und trotzdem gilt Wachstum als Pflicht.

Ein Drittel dessen, was wir herstellen, wird weggeworfen.
Nicht, weil es schlecht ist.
Sondern weil das System nicht fragt, was gebraucht wird,
sondern was verkauft werden muss.

Der eigentliche Treiber ist nicht Bedarf und schon gar nicht die Bedürfnisse,
sondern ein Wirtschaftssystem, das ohne Wachstum nicht funktioniert.
In unserem zinsbasierten Schuldgeldsystem muss die Wirtschaft ständig wachsen,
damit überhaupt neues Geld entsteht.

So entsteht das Paradoxon unserer Zeit:
Überfluss überall – und dennoch das Gefühl von Knappheit.
Zu viele Waren. Zu viel Geld auf der Suche nach Rendite.
Und gleichzeitig der Zwang, jedes Jahr produktiver zu werden.

Unternehmen fordern dauerhaftes Wachstum – etwa 7 % pro Jahr.
Nicht, weil Menschen es brauchen.
Sondern weil Stillstand im System als Zusammenbruch gilt.

Dieses künstlich erzwungene (exponentielle) Wachstum hat eine Konsequenz:
Entweder verschwinden Arbeitsplätze,
oder Löhne schrumpfen,
oder Konsum wird absurd.

Das eigentliche Problem ist längst nicht mehr das Produzieren.
Es ist das Verkaufen.

Ein System, das selbst im Überfluss nicht innehalten kann,
sondern immer mehr verlangt,
zeigt nicht Stärke – sondern innere Leere.

Oder anders gesagt:
Nicht zu wenig war das Problem.
Sondern dass zu viel nie genug sein durfte.

Das Problem ist also sicher nicht der Mangel an Waren.

Sondern der Mangel an fair verteilter Kaufkraft.

Maschinen übernehmen Arbeit.
Produktivität steigt.

Aber Einkommen steigen nicht mit.
Oft stagnieren sie.
Oder verschwinden ganz. Weil Maschinen viele Routinetätigkeiten übernehmen.

Das heißt:

  • Waren sind da
  • Geld ist da
  • aber nicht dort, wo Menschen es brauchen

Das erzeugt Spannung.

6. Warum Geldpolitik das nicht löst

Staaten versuchen, das auszugleichen.

Sie drucken Geld.
Sie stützen Kaufkraft.
Sie verschulden sich.

Das verhindert einen Absturz.
Aber es löst das Grundproblem nicht.

Denn Geld ersetzt keine gerechte Verteilung.

Es verschiebt nur Symptome.

Inflation hier.
Deflation dort.

Inflation und Deflation sind also keine Naturgesetze.
Sie sind Signale.

Sie zeigen:

  • wo Knappheit herrscht
  • wo Überfluss entsteht
  • wo Systeme aus dem Gleichgewicht geraten

Deflationäre Bereiche (werden billiger)

  • Technik
  • Software
  • Unterhaltung
  • Kommunikation

Ein Smartphone heute
kann mehr als ein Supercomputer früher
– und kostet weniger.

Inflationäre Bereiche (werden teurer)

  • Wohnen
  • Energie
  • Lebensmittel
  • Pflege
  • Bildung
  • Gesundheit

Warum?

Weil diese Bereiche:

  • nicht beliebig automatisierbar sind
  • stark reguliert sind
  • reale Ressourcen brauchen

👉 Knappheit bleibt.

Und viele Menschen fühlen sich dazwischen zerrieben.

Die eigentliche Zukunftsfrage

Die große Frage unserer Zeit lautet nicht:

„Produzieren wir genug?“

Das tun wir.

Die Frage lautet:

Wie verteilen wir Kaufkraft,
wenn Maschinen den Großteil der Arbeit übernehmen?

Wie sichern wir Würde,
wenn Einkommen nicht mehr automatisch aus Arbeit entsteht?

Wie verhindern wir,
dass Überfluss auf der einen Seite
und Existenzangst auf der anderen entsteht?

Inflation und Deflation sind Hinweise.
Warnlampen.

Sie sagen uns:
So wie bisher passt es nicht mehr.

Die Zukunft entscheidet sich nicht in Fabriken.
Sondern in der Art,
wie wir Einkommen, Arbeit und Teilhabe neu denken.

Nicht weniger Technik ist die Antwort.
Sondern mehr Bewusstsein.

Denn wir haben kein Produktionsproblem.
Wir haben ein Verteilungsproblem.

Warum wir ein Grundeinkommen dringend brauchen

Ein Grundeinkommen versucht:

  • Kaufkraft zu stabilisieren
  • Deflation zu verhindern
  • Menschen Würde zu geben
  • Freiheit von Existenzangst zu schaffen

Nicht als „Belohnung fürs Nichtstun“.
Sondern als Anpassung an eine automatisierte Welt.

Produktivität ist kein Problem.
Sie ist ein Fortschritt.

Wenn wir mit immer weniger Menschen genug Autos, Lebensmittel oder Technik herstellen können,
ist das eigentlich ein Gewinn für alle.

Zum Problem wird es erst dort,
wo wir an einem alten Dogma festhalten:
dass ein Mensch nur dann Geld verdienen darf,
wenn er seine Zeit gegen Arbeit tauscht.

Dieses Dogma gilt längst nicht für alle.
Großerben leben schon heute davon,
ohne dafür arbeiten zu müssen.
Was für wenige akzeptiert ist,
muss kein Tabu für die Allgemeinheit bleiben.

Wenn Maschinen Arbeit übernehmen,
könnte weniger Erwerbsarbeit für alle möglich werden –
ohne Armut, ohne Existenzangst.
Vorausgesetzt, die politischen Rahmenbedingungen stimmen.

Genau hier kommt das Grundeinkommen ins Spiel.
Nicht als Belohnung fürs Nichtstun,
sondern als Antwort auf eine Wirtschaft,
die immer weniger menschliche Arbeit braucht.

Wer in seiner Arbeit Sinn, Freude oder Selbstverwirklichung findet,
kann weiterhin so viel arbeiten, wie er möchte.
Aber Arbeit darf keine Pflicht mehr sein,
nur um überleben zu können.

Ein System, das Produktivität als Bedrohung erlebt,
statt als Befreiung,
hat nicht zu viel Technik –
sondern zu wenig Vorstellungskraft.

🧠 Merksätze zum Mitnehmen

  • Immobilien werden teurer, weil Raum knapp ist.
  • Automatisierung macht Waren billiger, aber Arbeit überflüssig.
  • Geldpolitik versucht, diesen Widerspruch zu kaschieren.
  • Die Zukunftsfrage ist nicht Produktion, sondern Verteilung.

🧭 Was möchte ich mit diesem Artikel bei dir bewirken:

      • dir zeigen, dass wir dringend ein Grundeinkommen brauchen, nicht als Belohnung für das Nichtstun, sondern zur Anpassung an eine stark automatisierte Industrieproduktion
      • dir verdeutlichen, dass die eigentliche Zukunftsfrage nicht, “Wie können wir noch mehr produzieren ist”, sondern wie können wir Kaufkraft optimal verteilen, wenn Maschinen den Großteil der Arbeit übernehmen
      • dass du verstehst, dass Inflation und Deflation keine Naturgesetze sind, sondern Signale, die zeigen wo Knappheit herrscht, wo Überfluss und wo Systeme aus dem Gleichgewicht geraten
      • deinen Fokus von Produktion auf Verteilung lenken
      • dass, der eigentliche Treiber für unsere Überproduktion, nicht unser Bedarf und schon gar nicht unsere Bedürfnisse sind,
        sondern ein Wirtschaftssystem, das ohne Wachstum nicht funktioniert
      • dir zeigen, dass in unserem zinsbasierten Schuldgeldsystem, die Wirtschaft ständig wachsen muss, damit überhaupt neues Geld entsteht
      • dass du verstehst, warum Technik die Produkte eigentlich billiger machen müsste
      • dass du erkennst, warum Immobilien fast immer teurer werden
      • dir zeigen, dass die Preise nicht steigen, weil Menschen gierig sind
      • Mut machen, Wirtschaft neu zu denken

Kurz:
Nicht beruhigen.
Sondern klar machen.

Nächster Artikel, am Donnerstag: Das Billionen-Kartenhaus: Wie lange hält es noch?

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